Führungen und Spaziergänge mit Sigrid Grimsehl

   
Geschichte und Geschichten vom Torf

Warum kamen vor gut 250 Jahren Menschen hier ins Teufelsmoor und begannen mit der sehr anstrengenden Arbeit des Torfabbaus und -transports? Und wer ist Jan von Moor? Das alles wird anschaulich erläutert an vielen Ausstellungsgegenständen.
Leben im Bauernhaus

Wie kamen die BewohnerInnen zurecht ohne Strom, Fließendwasser, Fernsehen und Telefon? Und nur einem Schlafzimmer? Das zeigt eine Führung durch das Niedersächsische Bauernhaus von Klöndör und Butzen.
Osterholz - Rund um die Klosterkirche St. Marien und dem Museumsweg

Viele kennen gar nicht die historischen Ecken in Osterholz und die damit verknüpfte Geschichte(n). Ein anschaulicher Spaziergang mit vielen Haltepunkten vermittelt interessante Ein- und Ansichten.

Foto von CWitte aus der deutschsprachigen Wikipedia,
CC BY-SA 3.0
Scharmbeck - Vom Bauerndorf zur Tuchmacher- und Zigarrenherstellerstadt

Zigarren aus unserer Stadt? Feinste Stoffe für die schwedische Armee und das Militär in Hannover? Es gab ganz erstaunliche Tätigkeitsfelder, die bei dieser Spaziertour sicht- und erlebbar werden.

______________ So geht es:
Führungen mit der Gäste- und Landschaftsführerin Sigrid Grimsehl
für Gruppen ab 10 Personen
Dauer jeweils 1 - 1,5 Stunden
Kosten: Erwachsene 6,- € / Kinder 4,- €
Führungen möglich am Samstag und unter der Woche nachmittags
Anmeldung bei uns: 04791-13105
   


Das Findorff-Haus ist hier ein Kleinod

„Moorkommissar“ Matthias Mahnke berichtet von der Moorkolonialisierung

(Als Einzelführung oder Museumskränzchen buchbar)

In der typischen Amtskleidung des Moorkommissars Jürgen Christian Findorff (1720 – 1792), mit Dreispitz, Gehrock, Kniebundhose, Rüschenhemd und Jabot (Krawatte) erscheint Matthias Mahnke bei regionalen Events, die sich auf das Kulturland Teufelsmoor beziehen.



Karla Lütjen und 'Moorkommissar' Matthias Mahnke Foto: Monika Fricke

In dieser historischen Kluft begleitet der „Moorkommissar“ Torfkahnfahrten und führt Gäste durch die Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck mit dem Findorff-Haus, dem Norddeutschen Vogelmuseum und Schiffsmuseum an der Bördestraße 42. Dann schlüpft Matthias Mahnke in die Rolle des Moorkommissars und informiert über Findorffs Wirken und seine Einflüsse auf die Entwicklung des Teufelsmoores.

Dem Gästeführer und Torfschiffer liegt die Bedeutung der Museumsanlage in Osterholz-Scharmbeck besonders am Herzen, „das Original-Findorff-Haus ist hier ein Kleinod“, so Mahnke. Er berichtete, dass das ehemalige Amtshaus des Klostervogts von Jürgen-Christian Findorff 1753 erweitert wurde. Hier richtete der vom Hannoverschen König Georg III ernannte Moorkommissar sein Büro zur Vermessung und Kolonisierung des Teufelsmoores ein.

Matthias Mahnke möchte den Gästen der Museumsanlage das Leben und Schaffen des Moorkommissars näher bringen. Findorff, der in Lauenburg 1720 zur Welt kam, lernte bei seinem Vater das Tischlerhandwerk. Aufgrund seiner besonderen Geschicklichkeit förderte der hannoversche Landbaumeister seine Ausbildung im Bereich Wasserbau und Landvermessung. Seit dem Jahr 1751 übernahm Jürgen Christian Findorff die Moorkolonisation rund um den Weyer-berg, die Trockenlegung der Moore und die Besiedelung. Zahlreiche Dörfer entstanden im Teufelsmoor.

1771 erhielt Findorff seine offizielle Ernennungsurkunde zum Moorkommissar von König Georg III. Später verlagerte er seine Tätigkeit rund um Bremervörde. Nach seinem Tode wurde auf dem Weyerberg in Worpswede ein Obelisk zu seinem Gedenken errichtet.

Über dem Kamin im Findorff-Haus hängen zwei Findorff-Portraits, eins zeigt den Moorkommissar Jürgen Christian Findorff und das zweite den Neffen Friedrich Findorff, er wurde sein Nachfolger.

Matthias Mahnke, der Betriebswirtschaft und Marketing studierte, erwarb zusammen mit einem Freund im Jahre 2003 einen eigenen Torfkahn und schipperte mit Gästen auf der Hamme. Außerdem gehört Mahnke zum Kreis der Gästeführer im Kulturland Teufelsmoor und begleitet das „Torfschiffer-Patent“ am Museum. „Viele Gäste wussten wenig über die Moorkolonisation“, erfuhr Mahnke. Deshalb wurde ihm die Vermittlung der Heimatgeschichte und der Entwicklung der Moordörfer persönlich sehr wichtig. „Es muss spannend sein“, so Matthias Mahnke. Seine Führung in der Amts-kleidung des Moorkommissars mit Schilderungen der Lebensumstände im Moor möchte er möglichst ‚lebendig‘ gestalten.

Moorkommissar Matthias Mahnke führt Besucher durch das Findorff-Haus und Torfschiffmuseum auf der Museumsanlage und gibt vielfältige Eindrücke aus der Zeit der Moorkolonialisierung.

Text und Foto mit freundlicher Genehmigung von Monika Fricke
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