Vögel füttern, darf man das?

Aktion für Kindergruppen im Februar 2016

In Absprache mit Frau Silke Berthold aus dem Landkreis Osterholz - Jugendamt -, Fachstelle für Sprache und Kommunikation, Förderberatung und Entwicklungsbegleitung (Osterholzer Str. 23, 27711 Osterholz-Scharmbeck, Tel.: 04791 / 930 484) bieten wir wieder – wie in früheren Jahren – eine spezielle Aktion für Kindergruppen an.

Dauer der Veranstaltung: 2,5 Stunden, Norddeutsches Vogelmuseum in der Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck



Warum bleibt die Kohlmeise im Winter hier und was fressen die Vögel im Winter? Woran erkenne ich die Kohlmeise und kann ich sie am Gesang von den anderen Vögeln unterscheiden? Wir machen eine Rundreise durch die Singvogelabteilung des Vogelmuseums und sehen uns ganz genau die Kohl- und die Blaumeise an, lauschen ihren Vogelstimmen und versuchen auch selber, wie die Vögel zu trällern.

Im Anschluss stellen wir eine Futterglocke her, die ihr mitnehmen dürft. Wenn wir sie zuhause aufhängen, können wir auch dort die Vögel beobachten.

Damit wir gut gestärkt den Vormittag überstehen, steht an erster Stelle ein gemeinsames Frühstück, bei dem wir schon erste spannende Dinge erfahren.

Mitbringen müsst ihr das Frühstück und nur zwei Euro.

Zum Schluss bekommt ihr die Futterglocke mit Querstab, Aufhängeband, Fett und Vogelfutter.

Terminabsprache bitte direkt bei uns, Telefon 04791–13105, oder per Email
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Osterbasteln für die Kleinen

Aktion für Kindergruppen im März 2016 bis Ostern

In Absprache mit Frau Silke Berthold aus dem Landkreis Osterholz - Jugendamt -, Fachstelle für Sprache und Kommunikation, Förderberatung und Entwicklungsbegleitung (Osterholzer Str. 23, 27711 Osterholz-Scharmbeck, Tel.: 04791 / 930 484) bieten wir auch zur Osterzeit eine spezielle Aktion für Kindergruppen an.



Dauer der Veranstaltung: 2,5 Stunden, Mitmachmuseum in der Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck

Was ist Ostern überhaupt und was haben die Hasen damit zu tun? Und warum geben ihm die Vögel ihre Eier dazu? Diese und andere spannende Fragen erkunden wir gemeinsam, während wir eine Osterdekoration basteln: In einem Flechtkorb mit Moos hockt zwischen frischem Grün ein Hase und passt auf selbstgefärbte Eier auf. Kleine Zweige und bunte Federn ergänzen das hübsche Gesamtbild.

Damit wir gut gestärkt den Vormittag überstehen, steht an erster Stelle ein gemeinsames Frühstück, bei dem wir schon erste interessante Dinge erfahren.

Mitbringen müsst ihr das Frühstück, zwei Hände voll Moos und nur zwei Euro.

Zum Schluss bekommt ihr natürlich eure selbstgebastelten Osterkörbchen zum Mitnehmen.

Terminabsprache bitte direkt in der Museumsanlage Osterholz, Tel. 04791–13105, oder per Email
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Das Findorff-Haus ist hier ein Kleinod

„Moorkommissar“ Matthias Mahnke berichtet von der Moorkolonialisierung

(Als Einzelführung oder Museumskränzchen buchbar)

In der typischen Amtskleidung des Moorkommissars Jürgen Christian Findorff (1720 – 1792), mit Dreispitz, Gehrock, Kniebundhose, Rüschenhemd und Jabot (Krawatte) erscheint Matthias Mahnke bei regionalen Events, die sich auf das Kulturland Teufelsmoor beziehen.



Karla Lütjen und 'Moorkommissar' Matthias Mahnke Foto: Monika Fricke

In dieser historischen Kluft begleitet der „Moorkommissar“ Torfkahnfahrten und führt Gäste durch die Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck mit dem Findorff-Haus, dem Norddeutschen Vogelmuseum und Schiffsmuseum an der Bördestraße 42. Dann schlüpft Matthias Mahnke in die Rolle des Moorkommissars und informiert über Findorffs Wirken und seine Einflüsse auf die Entwicklung des Teufelsmoores.

Dem Gästeführer und Torfschiffer liegt die Bedeutung der Museumsanlage in Osterholz-Scharmbeck besonders am Herzen, „das Original-Findorff-Haus ist hier ein Kleinod“, so Mahnke. Er berichtete, dass das ehemalige Amtshaus des Klostervogts von Jürgen-Christian Findorff 1753 erweitert wurde. Hier richtete der vom Hannoverschen König Georg III ernannte Moorkommissar sein Büro zur Vermessung und Kolonisierung des Teufelsmoores ein.

Matthias Mahnke möchte den Gästen der Museumsanlage das Leben und Schaffen des Moorkommissars näher bringen. Findorff, der in Lauenburg 1720 zur Welt kam, lernte bei seinem Vater das Tischlerhandwerk. Aufgrund seiner besonderen Geschicklichkeit förderte der hannoversche Landbaumeister seine Ausbildung im Bereich Wasserbau und Landvermessung. Seit dem Jahr 1751 übernahm Jürgen Christian Findorff die Moorkolonisation rund um den Weyer-berg, die Trockenlegung der Moore und die Besiedelung. Zahlreiche Dörfer entstanden im Teufelsmoor.

1771 erhielt Findorff seine offizielle Ernennungsurkunde zum Moorkommissar von König Georg III. Später verlagerte er seine Tätigkeit rund um Bremervörde. Nach seinem Tode wurde auf dem Weyerberg in Worpswede ein Obelisk zu seinem Gedenken errichtet.

Über dem Kamin im Findorff-Haus hängen zwei Findorff-Portraits, eins zeigt den Moorkommissar Jürgen Christian Findorff und das zweite den Neffen Friedrich Findorff, er wurde sein Nachfolger.

Matthias Mahnke, der Betriebswirtschaft und Marketing studierte, erwarb zusammen mit einem Freund im Jahre 2003 einen eigenen Torfkahn und schipperte mit Gästen auf der Hamme. Außerdem gehört Mahnke zum Kreis der Gästeführer im Kulturland Teufelsmoor und begleitet das „Torfschiffer-Patent“ am Museum. „Viele Gäste wussten wenig über die Moorkolonisation“, erfuhr Mahnke. Deshalb wurde ihm die Vermittlung der Heimatgeschichte und der Entwicklung der Moordörfer persönlich sehr wichtig. „Es muss spannend sein“, so Matthias Mahnke. Seine Führung in der Amts-kleidung des Moorkommissars mit Schilderungen der Lebensumstände im Moor möchte er möglichst ‚lebendig‘ gestalten.

Moorkommissar Matthias Mahnke führt Besucher durch das Findorff-Haus und Torfschiffmuseum auf der Museumsanlage und gibt vielfältige Eindrücke aus der Zeit der Moorkolonialisierung.

Text und Foto mit freundlicher Genehmigung von Monika Fricke
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